3. September 2021, 14–15 Uhr Science Café: Datenjournalismus

Eine Veranstaltung des Instituts für Informatik der Universität Zürich und des Science Lab UZH.

Datenjournalismus – im Spannungsfeld von Ethik und Verantwortung

Der Einfluss der Medien auf die Gesellschaft ist gerade in den letzten Jahren stark in den Fokus gerückt – Stichwort «Fake News». Was wahr und was falsch ist oder ob die Informationsgrundlage wirklich ausreichend ist, lässt sich auch von Journalistinnen und Journalisten nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Entsprechend ist es wichtig, dass die Berichterstattung in den Medien auf einer soliden Datenbasis und den richtigen Methoden zur Datenauswertung aufbauen kann.

Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien werden im Journalismus eingesetzt, um Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzutragen und zu analysieren – und im idealen Fall Fakten zu schaffen, Transparenz zu erzeugen und das Vertrauen in die Medien zurückzugewinnen.

Insbesondere wenn es um personenbezogene Daten oder die Gefahr von Datenmanipulation geht, sind ethische Aspekte zu berücksichtigen. Datenjournalistinnen und Datenjournalisten tragen bei der Ausführung ihrer Arbeit also eine entsprechend grosse Verantwortung.

Aber was genau ist nun «Datenjournalismus»? Wie geht er mit «Big Data» um? Und was sind die Chancen und Risiken eines datengestützten oder vielleicht auch datengetriebenen Journalismus?

Im Science Café thematisieren Expertinnen und Experten aus Forschung & Praxis diese und weitere Fragen in spannenden Impulsvorträgen. In der anschliessenden Podiumsdiskussion werden dann die verschiedenen Meinungen verglichen und diskutiert.

Bei Kaffee und Kuchen erhalten Sie einen spannenden Einblick in ein aktuelles Thema mit hoher gesellschaftlicher Relevanz. Im Rahmen der Veranstaltung können Sie Fragen stellen, Bedenken äussern und sich inspirieren lassen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Die Platzzahl ist beschränkt. Bitte melden Sie sich bis am 29. August an.

Die Teilnehmenden an der Podiumsdiskussion sind Sylke Gruhnwald, Dr. Markus Christen, Roberta Fischli und Timo Grossenbacher.

Markus Christen

 

Dr. Markus Christen ist Geschäftsführer der Digital Society Initiative der Universität Zürich (UZH) und leitet das Digital Ethics Lab am Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte an der UZH. Seine Forschungsgebiete sind Ethik von Informations- und Kommunikationssystemen, Neuroethik und Empirische Ethik.
Roberta Fischli

 

Roberta Fischli ist Politologin und freie Journalistin. Sie doktoriert zum Thema Freiheit in der Datenökonomie. Daneben organisiert sie die Karl Digital-Veranstaltungsreihe, die sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung beschäftigt.
Timo Grossenbacher

 

Timo Grossenbacher ist Projektleiter für automatisierten Journalismus bei Tamedia. Zuvor war er während rund fünf Jahren als Datenjournalist für SRF tätig. Er doziert an verschiedenen Hoch- und Berufsschulen zu den Themen Datenjournalismus und Datenvisualisierung.
Sylke Gruhnwald Sylke Gruhnwald ist freischaffende Reporterin aus Zürich und unter anderem mit dem Swiss Press Award und dem European Press Prize Innovation Award ausgezeichnet. Berufliche Stationen: NZZ, SRF, Beobachter und Republik. Sie unterrichtet an den Kunsthochschulen in Bern und Zürich.

Die Veranstaltung wird moderiert von Prof. Lorenz Hilty.

Lorenz Hilty
Prof. Lorenz Hilty ist Professor am Institut für Informatik der Universität Zürich und Delegierter für Nachhaltigkeit der Universitätsleitung. In seiner Forschung befasst er sich mit Fragen der Nachhaltigkeit in der Informatik und der Abschätzung von Technikfolgen in der digitalen Transformation.