Zürcher Theatersaison 2006/07
Das Schauspielhaus

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July 13, 2006



Kritiken, Notizen und Berichte
(in umgekehrter chronologischer Reihenfolge)


 


Preparadise sorry now

Aus der Regiewerkstatt der Nachwuchsabteilung "Junges Schauspielhaus"

Ein Regiestudent (Moritz Schoenecker) und junge Darsteller. Fassbenders Gegenueberstellung der Geschichte eines Sadistenpaares und der Mechanismen von Ausgrenzung und Demuetigung zur Schaffung sozialer Ordnung.

Manches gewinnt kaum Sinn, beispielsweise die Thematisierung von Christentum und Katholizismus im Speziellen, die sich  nur sehr diffus ins Diskursschema einordnet. Trotzdem vermag die junge Mannschaft mehr als anderthalb Stunden den Spannungsbogen zu bauen und es kommt nicht viel, respektive nur kurz. Langeweile auf. Das entsetzliche der gesellschaftlichen Muster, die moegliche Abartigkeit von Heilsleeren wie dem Nationalsozialismus und die Gefahr von Kunst wie jener de Sades wird sehr stark herausgearbeitet.

Im uebrigen wird man daran erinnert, wie sehr die Thematisierung von Ausgrenzungsritualen aus der Mode gekommen ist ...


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